|
|
Mit dem neuen Album „Option Paralysis“ (26.3.2010) im Herbst wieder auf Tour. Als jüngst Michael Mann das Leben John Dillingers verfilmte, glänzte Johnny Depp als Ausbrecherkönig und Lieblings-Public-Enemy No.1 aller Amerikaner. Und ähnlich furios, wie der Regisseur die Schusswechsel zwischen der Bande, der Polizei und dem FBI in Szene setzte, sind auch Konzerte von The Dillinger Escape Plan. Oder wie es Bassist Liam Wilson im Interview mit Metal Inside ausdrückte: „Ich glaube, wenn man uns nicht kennt und eines unser Konzerte besucht, kann das schon eine relativ schockierende Erfahrung sein.“ Das kann man bedenkenlos so unterschreiben, sind The Dillinger Escape Plan doch eine der schnellsten, versiertesten und vertracktesten Mathcore-Bands. Wobei man durchaus dankbar sein kann, dass die Amerikaner immer noch auf der Bühne stehen und Platten aufnehmen, sind doch die meisten Bands dieses Genres ständig von Sehnenscheidenentzündungen der Musiker bedroht. Auch wenn ihnen auf ihrer letzten Platte „Ire Works“ mit dem Stück Black Bubblegum fast so etwas wie ein Viervierteltakt mit Klargesang rausgerutscht ist. Beim Rest des Albums setzte das Quartett aus New Jersey größtenteils wie gewohnt auf Dissonanz, Gutturallaute und komplizierte Taktwechsel.
Das neue Album "Option Paralysis" reiht sich nahtlos an den Vorgänger "Ire Works" an aber mit verfeinerter Schlagtechnik. Es ist alles da, was ein Album von THE DILLINGER ESCAPE PLAN braucht: Komplexer Krach, poppige Refrains und klagendes Klavier.
Auch die CANCER BATS veröffentlichen "Bears, Mayors, Scraps and Bones"(VÖ 23. April 2010), ihr neues Album über Roadrunner Rec. Aufgenommen von den Produzenten Eric Ratz (Billy Talent) und Kenny Luong (Billy Talent). Auch hier zeigen die CANCER BATS eine straffe Rhythmusabteilung, ein rauen Gitarrensound und eine stimmliche Performance, die Leadsänger Liam Cormiers musikalische Leidenschaft zum Ausdruck bringt. |